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Ausgewählte Ergebnisse der Waldentwicklungs- und Holzaufkommensmodellierung 2013 bis 2052

Verbleibender Bestand

Der Vorrat der Fichte und Tanne steigt lt. WEHAM 2012 bis 2052 jeweils um 5 %, der der Douglasie um 65 %. Trotz des hohen Vorratsanstieges der Douglasie hat diese zum Ende des Simulationszeitraumes nur einen Anteil von 8 % am Gesamtvorrat der Holzartengruppen.

Die mittlerweile zielstarken Nachkriegsaufforstungen wachsen weiter und werden dicker. Der Anteil an Starkholz nimmt weiter zu. Im Modell eingebaute Puffer verhindern unrealistisch erscheinende Holzentnahmen an einem Stichprobenpunkt, auch wenn die Bäume die Zielstärke erreicht haben. Inwieweit solche Bäume in alternativen Szenarien dem Potenzial zuzurechnen sind, wird bei der Entwicklung dieser Szenarien zu klären sein. Ob die Bäume tatsächlich stehen bleiben und solche Dimensionen erreichen oder genutzt werden oder wegen Kalamitäten genutzt werden müssen, bleibt abzuwarten.

Die waldbauliche Zielsetzung der letzten Jahrzehnte war geprägt vom Waldumbau reiner Fichtenwälder in Mischwälder, um die Stabilität und Vitalität der Wälder zu fördern. Sturmschäden und Insektenkalamitäten haben den Umbau verstärkt. Die Fichte könnte weiter an Fläche verlieren wegen der Belastungen durch den Klimawandel, forstpolitischer Zielsetzung und durch zunehmendes Risiko der steigenden Vorräte und Alter. Dies kann das Modell nicht abbilden. Für Tanne und Douglasie werden die Risiken als geringer bewertet.

Auch wenn Douglasie genutzt wird, kommt Douglasien-Verjüngung im Modell kaum vor, da die Baumart wegen ihres Zieldurchmessers entnommen wird und die Stichprobe immer in Bestockung bleibt. Erst bei Erreichen der Produktionszeit würden alle Bäume entnommen und die Stichprobe verjüngt.

Über die Hälfte des Fichten-Vorrats steht im Privatwald, dort wieder steht über die Hälfte im Kleinprivatwald. Im Staatswald-Land und im Körperschaftswald werden tendenziell gleichbleibende Vorräte projiziert, im Staatswald-Bund und im Privatwald nehmen die Vorräte leicht zu.

Das zunehmende Durchschnittsalter korrespondiert bei der Fichte mit einem abnehmenden Zuwachs. Der Zuwachsanstieg der Tanne entspricht ebenfalls deren Entwicklung in der Altersstruktur. Im Projektionszeitraum steigt der Anteil junger, zuwachsstarker Bäume. Die Douglasie weist im Simulationszeitraum den höchsten Zuwachs innerhalb der Holzartengruppe Fichte auf.

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