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Ausgewählte Ergebnisse der Waldentwicklungs- und Holzaufkommensmodellierung 2013 bis 2052

Potenzial und BWI-Nutzung

Das höchste Rohholzpotenzial besteht zum Beginn des Projektionszeitraums. Dieses liegt über dem Nutzungsniveau der BWI 2012. Es fällt zur Mitte des Projektionszeitraums um ca. 10 % ab. Zum Ende der Projektion steigt es wieder etwas an und erreicht das Niveau der BWI 2012-Nutzung.

Der vergangene Flächenrückgang der Baumartengruppe Kiefer ist am Rohholzpotenzial nicht zu erkennen. Das Potenzial liegt im Mittel auf dem Niveau der vergangenen BWI-Nutzung. WEHAM 2012 projiziert ein höheres Rohholzpotenzial als WEHAM 2002.

Das Potenzial der Holzartengruppe verschiebt sich im Projektionszeitraum zunehmend in stärkeren Dimensionen. So verringert sich der Anteil aus Bäumen unter 40 cm BHD von 66 % auf 44 %. Für junge und damit dünne Bestände (BHD < 20 cm) steigt ab der mittleren Projektionsperiode allerdings das Rohholzpotenzial wieder an.

Die Sortenanteile der Holzartengruppe Kiefer sind über den Projektionszeitraum konstant. So liegt der Stammholzanteil bei ca. 85 %. Dem entsprechen ein Industrieholzanteil um ca. 7 % und ein Anteil an sonstigem Derbholz und X-Holz von zusammen 8 % (vgl. Abbildung 9).

Wie sonst keine andere Baumart ist die Kiefer mit einem Land verbunden: Brandenburg. Das Potenzial der Baumartengruppe Kiefer wird in Deutschland durch Brandenburg wesentlich beeinflusst. 29 % des Kiefernpotenzials kommt aus Brandenburg. Und umgekehrt prägt die Kiefer den Wald in Brandenburg. Sie ist dort die wichtigste Baumart und macht ca. 70 % der dortigen Waldfläche und des dortigen Potenzials aus.

Mehr als die Hälfte des Kiefern-Rohholzpotenzials kommt aus Brandenburg, Bayern und Niedersachsen. Die regionale Verteilung bleibt im Zeitablauf im Wesentlichen gleich, abgesehen von einem Maximum in Brandenburg in der zweiten und dritten Periode und abnehmenden bayerischen Anteilen.

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