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Ausgewählte Ergebnisse der Waldentwicklungs- und Holzaufkommensmodellierung 2013 bis 2052

Verbleibender Bestand

Der Eichen-Vorrat bleibt mit einer Schwankung von ± 2 % im Verlauf des Projektionszeitraums nahezu konstant.

Im Vergleich der Baumartengruppen findet sich bei der Eiche die stärkste Zunahme der hohen Altersklassen (über 160 Jahre) und der starken BHD. Der Anteil von Eichen älter als 160 Jahre steigt von ca. 15 % im Jahre 2012 auf 28 % im Jahre 2052. Es kommen sehr starke Dimensionen vor. Der Anteil der Bäume > 60 cm BHD steigt von 25 % auf 35 %. Ähnlich hohe Anteile hat nur die Buche. Parallel nimmt der Anteil der schwächeren BHD-Klassen am Vorrat ab. Besonders zwischen 20 cm und 40 cm BHD nehmen die Vorräte von ca. 31 % im Jahr 2012 auf ca. 20 % im Jahr 2052 stark ab.

118 000 ha Eichen-Lebensraumtypen in Deutschland zeigen die Bedeutung der Eiche für den Naturschutz. Diese Lebensraumtypen sind stets durch Bewirtschaftung überhaupt erst als solche entstanden. Nur durch eine weitere zielorientierte Bewirtschaftung können diese Flächen in demselben Umfang als Lebensraumtypen erhalten werden. Dies wird zunehmend anerkannt. Nutzungen werden daher selbst bei Forderungen nach weiteren Schutzgebieten das Potenzial kaum reduzieren.

Integriert ein Betrieb aktiv Naturschutzziele in die Bewirtschaftung und verzichtet auf die Nutzung von Rohholz, indem er Totholz und Biotopbäume im Bestand belässt, so reduzieren diese Entscheidungen das Rohholzpotenzial. Solche betrieblichen Maßnahmen kann WEHAM nicht abschätzen.

Das zunehmende Durchschnittsalter der Eiche korrespondiert mit dem projizierten Rückgang des Zuwachses um 8 % zwischen 2012 und 2052.

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