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Ausgewählte Ergebnisse der Waldentwicklungs- und Holzaufkommensmodellierung 2013 bis 2052

Verbleibender Bestand

WEHAM schätzt bis 2052 eine Vorratszunahme der Holzartengruppe um ca. 9 %. Zur Vorratssteigerung in den höheren Alters- und Durchmesserklassen trägt bei, dass Alter und BHD der Holzartengruppe Buche zunehmen.

Besonders deutlich wird dies für die Altersklasse über 160 Jahre. Die Entwicklung verläuft etwa gleich bei allen Baumartengruppen.

Die Baumart Buche hat einen Anteil von ca. 60 % am Vorrat der Holzartengruppe, während aLh 19 % und aLn 21 % Anteile haben.

Trotz der simulierten Nutzung kommen sehr starke Dimensionen im verbleibenden Bestand vor. Bei der Buche steigt der Anteil Bäume > 60 cm BHD von 20 auf 28 %. Noch höhere Anteile starker Dimensionen hat nur die Eiche. Ab 40 cm BHD steigt der Anteil am Vorrat. Auf der anderen Seite nimmt der Anteil der Buchen unter 40 Jahren stark ab, da wenig Fläche verjüngt wird. Dieser Trend entspricht dem der anderen Laubbäume mit hoher Lebensdauer. Bei diesen Laubbäumen überwiegt die Vorratszunahme schon ab einem BHD ab 30 cm.

Anders bei den anderen Laubbäumen mit niedriger Lebensdauer: Dort ändern sich die BHD-Klassen-Anteile kaum und 90 % des Vorrats bleiben unter 60 cm BHD, was dem Wuchspotenzial dieser Arten (z.B. Erlen, Weiden, Birken) entspricht.

Bei den anderen Laubbäumen mit hoher Lebensdauer ist die Esche besonders zu erwähnen. Sie ist lt. BWI 2012 mit einem Flächenanteil von 2,3 % eine wichtige Baumart dieser Baumartengruppe, die einen Flächenanteil von 7 % hat. Durch das Eschentriebsterben fallen derzeit vermehrt außerordentliche Nutzungen an. Dadurch bricht in der folgenden Zeit Rohholzpotenzial weg. Ob die Esche waldbaulich und holzwirtschaftlich überhaupt eine Zukunft hat, ist unsicher.

Über alle Projektionsperioden bleibt der Zuwachs der Baumartengruppen weitgehend gleich. Bei der Buche schwankt der Zuwachs über die acht Perioden um einen Mittelwert von 9,4 m³/ha*a, der der anderen Laubbäume ist 2–4 m³/ha*a niedriger.

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