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Ausgewählte Ergebnisse der Waldentwicklungs- und Holzaufkommensmodellierung 2013 bis 2052

Vom Baumvolumen zum Holzsortiment – das Sortierungsmodell

Das Sortierungsmodell teilt das geerntete Holz in Größenklassen ein. Da die Qualität des Holzes unbekannt ist, orientiert sich das Modell ausschließlich an der Schaftform und den Durchmessern des zu sortierenden Baumes.

Das vom Modell hergeleitete Holzvolumen wird so zum Rohholzpotenzial. Die Steuerung der Sortierung erfolgt nach Land, Baumart, BHD-Stufen und Zopfdurchmesser. Es wurden ca. 1600 Sortiervarianten vorgegeben. Die wesentlichen Steuerparameter des Sortierungsmodells sind in den Kapiteln der einzelnen Baumarten wiedergegeben. Die Spannen der Parameter ergeben sich aus Unterschieden nach Baumartengruppen, Ländern und Eigentumsarten.

Das Modell maximiert den Stammholz-Anteil, obwohl von der Verwendung her v.a. bei geringem Durchmesser die Sorten Industrieholz und Stammholz gegeneinander austauschbar sind. Das Rohholzvolumen stehender Bäume bzw. Wälder wird zunächst in Kubikmetern, bezeichnet als "Vorratsfestmeter Derbholz mit Rinde (Vfm)", berechnet. Verluste bei der Holzernte wie Rinde, Äste und Stubben zieht das Sortierungsmodell ab. Das Ergebnis ist das potenzielle Rohholzaufkommen in "Erntefestmeter (Efm) Derbholz ohne Rinde" in m³. Die Anforderungen der holzverwendenden Industrie und hohe Aufarbeitungskosten in der Forstwirtschaft haben dazu geführt, dass Rohholz häufig nicht mehr bis zur Derbholzgrenze (7 cm mit Rinde) geerntet bzw. nicht mehr aufgearbeitet wird. Zudem werden Bäume erst ab einem BHD geerntet, der zwischen 12 cm und 20 cm BHD liegt. Das Modell berücksichtigt diese Größe als "Stammholzzopf" bzw. als "minimalen Aufarbeitungs-BHD". Für dieses Rohholz wird die Bezeichnung "nicht verwertbares Derbholz" verwendet. Andererseits hat die Verwertung von Hackschnitzeln und Pellets die Verwendung von Nichtderbholz befördert. Mengenangaben zum Nichtderbholz sind im Internet verfügbar.

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