Kohlenstoffinventur 2017 beginnt

Aufnahmegeräte
Aufnahmegeräte. Quelle: Thünen-Institut

Der Wald ist ein großer Kohlenstoff-Speicher.
Aber wieviel Kohlenstoff ist im deutschen Wald aktuell gespeichert?
Wie ändert sich der Kohlenstoffvorrat seit der letzten Bundeswaldinventur im Jahre 2012?

Antworten müssen wegen der Klimarahmenkonvention und des Kyoto-Protokolls gegeben werden. Denn Deutschland hat sich darin verpflichtet, jährlich über Treibhausgasspeicher, deren Quellen und Senken zu berichten und sich die Waldbewirtschaftung nach § 3.4 des Kyoto-Protokolls anrechnen zu lassen. Datengrundlage sind die alle 10 Jahre wiederholte und zuletzt 2012 durchgeführte Bundeswaldinventur und Kohlenstoffinventuren zwischen den Bundeswaldinventuren.

Das Bundesministerium für Ernährung und Landwirtschaft hat das Thünen-Institut beauftragt, 2017 diese Inventur durchzuführen. Die Daten werden von Trupps des Bundes und der Länder erhoben. Die Erhebungen haben in Sachsen-Anhalt bereits begonnen, in den anderen Ländern starten sie im nächsten Frühjahr. Sie sollen bis Ende 2017 abgeschlossen sein. Wegen des im Vergleich zur Bundeswaldinventur ausgedünnten Stichprobenrasters berechnet der Bund nur Ergebnisse für Deutschland. Diese sind nicht vor dem zweiten Quartal 2018 zu erwarten.

Rechtsgrundlage ist das Bundeswaldgesetz, § 41a (Walderhebungen), Abs. 3. Die damit beauftragten Personen dürfen den Wald betreten (§ 41a, Abs. 4 Bundeswaldgesetz).

Siehe auch: Thünen-Institut - Projekt Kohlenstoffinventur 2017