Hintergrundinformationen

Holzartengruppen, Baumartengruppen, Baumarten, Bestandesschichten

Das Rohholzpotenzial wird in diesem Bericht wie im Holzmarktbericht des BMEL nach Holzartengruppen gegliedert. Zur besseren Übersicht werden die neun Baumartengruppen der BWI zu vier Holzartengruppen zusammengefasst (s. Tabelle 1). Die zu den Baumartengruppen gehörenden Baumarten sind dort aufgeführt. Auf den Unterschied von Holzartengruppe und Baumartengruppe ist zu achten. Zu einzelnen Baumarten werden keine Angaben gemacht. Angaben beziehen sich grundsätzlich auf alle Bestandesschichten, soweit nicht ausdrücklich auf anderes hingewiesen wird. Angaben zum Zuwachs beziehen sich auf den rechnerisch ermittelten Reinbestand im Hauptbestand. Auswertungen des Hauptbestands schließen den Plenterwald ein. In der Internet-Darstellung sind die Ergebnisse für die neun BWI-Baumartengruppen abrufbar. Für Zustandsdaten kann der Nutzer im Internet zwischen den Bezugsgröße "alle Bestandesschichten" oder "Hauptbestand inkl. Plenterwald" wählen.

 

 

Tabelle 1


Anpassung in der Holzverwendung erforderlich?

Zwischen den Jahren 2003 bis 2012 stützte sich die inländische Rohholzverwendung zu 78 % auf Nadelholz.
Die stofflichen Verwender der ersten Verarbeitungsstufe (Säge-, Holzwerkstoff- sowie Holz- und Zellstoffindustrie) waren mit einem Verwendungsanteil von 89 % in besonderem Maße vom Nadelholz abhängig. Das Laubholz wurde hingegen zu 61 % energetisch genutzt (5).
Angesichts dieser inländischen Rohholzverwendungsstrukturen dürfte eine Anpassung der Branchen des Clusters Forst und Holz an das von WEHAM 2012 ausgewiesene potenzielle Rohholzaufkommen eine Herausforderung darstellen. Insbesondere ist auf das künftig geringere inländische Nadelholzaufkommen zu reagieren und es sind weitere Verwendungsmöglichkeiten für Laubholz durch neue Produkte zu erschließen.

(5) Jochem D, Weimar H, Bösch M, Mantau U, Dieter M (2015): Estimation of wood removals and fellings in Germany: a calculation approach based on the amount of used roundwood. Eur J Forest Res 134(5):869-888, DOI:10.1007/s10342-015-0896-9