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Ausgewählte Ergebnisse der dritten Bundeswaldinventur

Holznutzung zunehmend eingeschränkt oder ausgesetzt

Die Bundeswaldinventur stellt die Datengrundlage für die Schätzung des künftigen Rohholzpotenzials und der Waldentwicklung bereit.

Dazu werden der Zuwachs und die Nutzung der kommenden Jahrzehnte modelliert. Für eine realitätsnahe Schätzung ist nach Waldflächen zu differenzieren, auf denen die Holznutzung uneingeschränkt möglich, teilweise eingeschränkt oder völlig ausgesetzt ist.

Derzeit ist die Holznutzung auf 91 % der Waldfläche grundsätzlich uneingeschränkt möglich. Doch nicht überall wird Holz tatsächlich genutzt. Auf 4 % des bestockten Holzbodens (ca. 450.000 Hektar) ist die Holznutzung aus unterschiedlichen Gründen nicht erlaubt oder nicht zu erwarten. Vom Staatswald des Bundes und der Länder ist auf 7 % der Fläche mit keiner Holznutzung zu rechnen, im Körperschaftswald und im Privatwald betrifft das knapp 3 % der Fläche.

Auf weiteren 5 % ist die Nutzung nur zu einem Teil zu erwarten. Insgesamt wird zunehmend auf Holznutzung verzichtet.

Gründe für Nutzungseinschränkungen können ungünstige Geländeeigenschaften, Nassstandorte oder unzureichende Erschließung sein. Außerdem gehören unter Naturschutz stehende Flächen oder durch Gesetze besonders geschützte Biotope, Schutz- und Erholungswald sowie Naturwaldreservate zu den Ursachen für Nutzungseinschränkungen. Zum Teil entscheidet sich der Eigentümer für die Einstellung der Nutzung, indem er sie zu Bannwald oder Naturwaldreservat erklärt. Solche Wälder sind hier unter Schutzflächen in Eigenbindung ausgewiesen. Gründe für Nutzungseinschränkungen überlappen sich teilweise.

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