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Ausgewählte Ergebnisse der dritten Bundeswaldinventur

Wildvorkommen, Verbiss und Schutzmaßnahmen

Wälder sind neben der Feldflur Lebensräume unserer Wildtiere.

Rehe kommen fast in jedem Wald vor. Auch Schwarzwild ist bis auf die Hochlagen der Alpen und in Nordwestdeutschland fast überall im Wald heimisch (88 %). Das Rotwild, ursprünglich ein Bewohner strukturreicher Offenlandschaften, lebt heute überwiegend im Wald und kommt auf gut einem Drittel des Waldes (38 %) vor, v.a. im nordostdeutschen Tiefland, in den Mittelgebirgen und in den Alpen. Damwild kommt auf 15 % der Waldfläche und überwiegend in Norddeutschland vor. Muffelwild ist selten (6 % der Waldfläche). Gamswild (2 % der Waldfläche) ist ein typischer Alpenbewohner,  besiedelt als kleine Populationen zudem die Hochlagen von Schwarzwald und der schwäbischen Alb.

Der Wald bietet den Tieren Lebensraum, Schutz und Nahrung. Knospen, Triebe und Rinde sind Teil der natürlichen Nahrung des wiederkäuenden Schalenwildes. Beim Schälen wird vorwiegend die Rinde junger Fichten, Buchen und Tannen abgeschabt und abgezogen. Grundsätzlich werden alle Baumarten geschält, solange die Rinde noch nicht verborkt ist. Über die Schälwunde können Fäulnispilze in das Holz eindringen und die Vitalität der Bäume schwächen und die technische Verwertbarkeit mindern.

Verbiss

Die Bundeswaldinventur hat den Verbiss an Bäumen mit einer Höhe von 20 cm bis 130 cm erfasst.

In dieser Höhe sind 33 % der Laubbäume und 10 % der Nadelbäume verbissen. Besonders stark betroffen sind Eichen mit 43 %. Das umfasst den einfachen Verbiss der Terminalknospe innerhalb der letzten 12 Monate und den mehrfachen Verbiss über einen längeren Zeitraum. An größeren Bäumen wurde kein Verbiss erhoben, da sie kaum gefährdet sind.

Der Verbiss der Terminalknospe beeinträchtigt das Wachstum der kleinen Bäume. Ob damit die Verjüngung des Waldes gefährdet ist, lässt sich allerdings nur am Einzelfall unter Berücksichtigung von Standort und waldbaulicher Zielsetzung und Möglichkeit beurteilen. Nur dann lässt sich abschätzen, ob genügend vitale Pflanzen verbleiben oder eine Verjüngung erforderlich oder gewollt ist.

In dieser Höhe sind 33 % der Laubbäume und 10 % der Nadelbäume verbissen. Besonders stark betroffen sind Eichen mit 43 %. Das umfasst den einfachen Verbiss der Terminalknospe innerhalb der letzten 12 Monate und den mehrfachen Verbiss über einen längeren Zeitraum. An größeren Bäumen wurde kein Verbiss erhoben, da sie kaum gefährdet sind.

Der Verbiss der Terminalknospe beeinträchtigt das Wachstum der kleinen Bäume. Ob damit die Verjüngung des Waldes gefährdet ist, lässt sich allerdings nur am Einzelfall unter Berücksichtigung von Standort und waldbaulicher Zielsetzung und Möglichkeit beurteilen. Nur dann lässt sich abschätzen, ob genügend vitale Pflanzen verbleiben oder eine Verjüngung erforderlich oder gewollt ist.

Schutzmaßnahmen

Wo die Wildbestände zu hoch sind, müssen gepflanzte Bäumchen oder angestrebte Naturverjüngung geschützt werden.

Deshalb sind 2,5 % der Waldfläche umzäunt. Ein Wildschutzzaun bietet jedoch nur dann einen Schutz, wenn er regelmäßig kontrolliert und instand gehalten wird. Innerhalb der umzäunten Flächen sind im Durchschnitt halb so viele Bäumchen verbissen wie außerhalb.
Die Schutzwirkung beträgt im Privatwald und im Landeswald über 55 %, im Körperschaftwald hingegen nur 23 %.

Einzelschutz durch z.B. eine Kunststoffhülle spielt demgegenüber nur eine kleine Rolle. Nur 0,1 % der Bäume zwischen 20 cm und 130 cm Höhe haben einen Einzelschutz.

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