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Ausgewählte Ergebnisse der dritten Bundeswaldinventur

Erhaltungszustand großflächiger FFH-Waldlebensraumtypen

Wälder sind innerhalb unserer Kulturlandschaft in der Regel die am wenigsten beeinträchtigten Naturräume. Sie beherbergen einen erheblichen Anteil der heimischen Flora und Fauna.

Rund 17 % des deutschen Waldes sind daher Schutzgebiete nach der europäischen Richtlinie 92/43/EWG Fauna-Flora-Habitat (FFH-Richtlinie) und damit Teil des europäischen Schutzgebietsnetzwerks "Natura 2000". Diese sogenannten "FFH-Gebiete" dienen dem Schutz bestimmter Tier- und Pflanzenarten und deren Lebensräumen.

Nach Art. 11 der FFH-Richtlinie müssen die Mitgliedsstaaten den Erhaltungszustand der Lebensraumtypen regelmäßig erheben. Hierzu wurden bei der Bundeswaldinventur 2012 erstmalig Parameter zu spezifischen Strukturen und Funktionen von Waldlebensraumtypen deutschlandweit einheitlich erfasst und bewertet.

Die Bundeswaldinventur zählt für Deutschland 19 Waldlebensraumtypen auf. Die drei in Deutschland großflächig vorkommenden Waldlebensraumtypen Hainsimsen-Buchenwald (9110), Waldmeister-Buchenwald (9130) und Labkraut-Eichen-Hainbuchenwald (9170) werden von der Bundeswaldinventur repräsentativ erfasst. Auf sie entfallen rund 83 % der gesamten Fläche aller Waldlebensraumtypen in Deutschland.

Auf die übrigen 16 Waldlebensraumtypen entfallen die restlichen 17 % der Fläche. Eine repräsentative Erfassung dieser Waldlebensraumtypen ist aufgrund geringer Stichprobenumfänge im Rahmen der Bundeswaldinventur nicht möglich. Die Länder haben den Erhaltungszustand dieser Waldlebensraumtypen daher mit anderen Verfahren erhoben.
Die Ergebnisse sind im nationalen FFH-Bericht der Bundesrepublik Deutschland 2013 zusammengefasst.

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