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Ausgewählte Ergebnisse der dritten Bundeswaldinventur

Waldmeister-Buchenwälder

Mäßig nährstoffversorgte Buchenwälder und Buchenmischwälder sind in Deutschland von der Küste bis in die Alpen auf schwach sauren bis neutralen Böden weit verbreitet. Zu ihnen zählt der Waldmeister-Buchenwald, der in Deutschland rund 1,4 Mio. Hektar umfasst.

In der Optimalphase handelt es sich auch um straucharme Hallenwälder, in denen die Buche wie bei den bodensaueren Buchenwäldern von Natur aus dominiert. Gelegentlich beigemischt sind die Edellaubhölzer Esche, Berg- und Spitzahorn.

Diese Wälder sind nach dem hier regelmäßig vorkommenden Waldmeister (Galium odoratum) benannt. Höhe über Meeresspiegel und Küstennähe (Ozeanität) beeinflussen die Artenzusammensetzung. Die Krautschicht unterscheidet sich deutlich von der der bodensauren Buchenwälder, sie ist aber nicht so artenreich wie die der Waldgersten-Buchenwälder. Regenwürmer, die die bodensauren Wälder meiden, fühlen sich hier wohl.

Von Natur aus würden auch diese Wälder einen erheblich höheren Flächenanteil besiedeln. Die Böden der Waldmeister-Buchenwälder (Braunerden und Parabraunerden) eignen sich gut für eine landwirtschaftliche Nutzung, dementsprechend werden viele dieser Böden heute ackerbaulich genutzt. Darüber hinaus sind in den 50er- bis 70er Jahren des 20. Jahrhunderts auch viele Waldmeister-Buchenwaldstandorte in sehr gut wachsende Nadelwälder umgewandelt worden.

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