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Liebe Mitbürgerinnen, liebe Mitbürger,
Deutschland ist zu fast einem Drittel bewaldet - 11,1 Millionen Hektar groß ist unsere Waldfläche. Eigentlich würde bei uns von Natur aus vor allem Laubwald wachsen. Die jahrhunderte lange Bewirtschaftung der Wälder und die Gestaltung nach den Ansprüchen der verschiedenen Nutzergenerationen hat aber dazu geführt, dass es jetzt überwiegend Fichten und Kiefern in Deutschland gibt. Ziel der Bundesregierung ist eine naturnahe und nachhaltige Bewirtschaftung unserer Wälder. Erste Erfolge des Waldumbaus werden sichtbar: Der Anteil der Laubbäume hat in den letzten Jahren wieder zugenommen. Auch der Wald insgesamt wird größer: In den alten Ländern hat sich die Waldfläche seit 1987, dem Zeitpunkt der ersten Bundeswaldinventur, jährlich um 3500 Hektar vergrößert.
Die Bundeswaldinventur hat gezeigt, dass wir in Deutschland über enorme Holzvorräte verfügen - es wächst mehr Holz nach als wir nutzen. Holz ist eine sich selbst erneuernde Rohstoffquelle mit vielfältigen Verwendungsmöglichkeiten und vielen Vorteilen für unsere Umwelt. Das ist ein ökologisches und auch ökonomisches Potenzial, das es zu erschließen und zu nutzen gilt. Mit der gerade verabschiedeten Charta für Holz wurde das Ziel formuliert, die Nutzung einheimischer Hölzer in den nächsten zehn Jahren um 20 Prozent zu steigern, das ist ehrgeizig aber mit vereinten Kräften erreichbar.
Die Bundeswaldinventur ist ein riesiger Informationspool. Die erhobenen Daten sind eine wichtige Grundlage für die Gestaltung der Waldpolitik von Bund und Ländern, aber auch für Investitions- und Standortentscheidungen der Holzwirtschaft. All denen, die an der Vorbereitung und Durchführung der Bundeswaldinventur beteiligt waren, gilt der Dank für ihr Engagement.
Verschaffen Sie sich mit dieser Veröffentlichung einen Einblick in die Ergebnisse der zweiten Bundeswaldinventur - der BWI2.
Ihr Bundesministerium für Ernährung, Landwirtschaft und Verbraucherschutz |