|
Bei einem Flächenanteil von etwa 26 % trägt die Holzartengruppe Kiefer nur 18 % zum potenziellen Rohholzaufkommen in Deutschland bei, das sind durchschnittlich 14,4 Mio. m³/a. Die mit 5,3 m³/ha*a geringe flächenbezogene Produktivität ist einerseits durch den geringen Zuwachs bestimmt. Dieser ist sowohl eine Eigenschaft der Kiefer als auch eine Folge der ärmeren Standorte, auf denen die Kiefer häufig wächst. Anderseits liegt das geringe potenzielle Kiefernrohholzaufkommen auch an dem Übergewicht der unteren Altersklassen und der damit verbundenen geringen Baumdimensionen zu Simulationsbeginn.
Im Zeitablauf bewegt sich das potenzielle Kiefernrohholzaufkommen ohne erkennbaren Trend mit einer nur geringen Schwankungsbreite. Maßnahmen zum Waldumbau von Kiefernbeständen bewirken offensichtlich noch keinen Rückgang im Holzaufkommen dieser Baumartengruppe, was vermutlich am Zeitbedarf für den Umbau von Kiefernbeständen liegt.
Das potenzielle Kiefernrohholzaufkommen zeigt eine deutlich regionale Verteilung. Mehr als die Hälfte des Aufkommens stammt aus den drei Ländern Brandenburg, Bayern und Niedersachsen. In Brandenburg ist die Kiefer mit gut zwei Drittel Anteilen am Gesamtrohholzaufkommen die mit Abstand wichtigste Baumart.
Trotz der anfänglich hohen Flächenanteile der unteren Altersklassen ist der Stammholzanteil im potenziellen Kiefernrohholzaufkommen überdurchschnittlich hoch; er beträgt 83 % im Durchschnitt des Vorhersagezeitraumes. Allerdings überwiegen zumindest zum Simulationsbeginn schwache Stammholzsortimente.
Kiefernstammholz findet vor allem im Baubereich Verwendung und wird, sofern es Wertholz ist, im Fenster- und Möbelbau eingesetzt. Schwächeres Kiefernholz findet Absatz in der Holzwerkstoffindustrie und neuerdings auch in der Zellstoffindustrie. |