|
Ergebnis-Tabellen zu Waldflächen werden in der Regel gegliedert (klassifiziert) nach Merkmalen, die an den Flächen-Aufnahmeeinheiten „Trakt“ oder „Traktecke“ erhoben wurden und diese als Ganzes beschreiben (zum Beispiel Land, Höhe über NN, Eigentumsart, Geländeneigung, Bestockungstyp). Diese Merkmale finden sich in Vorspalte und Tabellenkopf einer Tabelle. Auswertungen, die nach diesen Merkmalen klassifizieren, spiegeln tatsächlich existierende, reelle Waldflächen wider. In einigen Fällen werden diese Flächen-Aufnahmeeinheiten weiter aufgeteilt: Zum Beispiel werden Mischbestände in gleichaltrige Reinbestände (gleiche Altersklasse und Baumart) aufgeteilt. Diese werden als ideelle Waldfläche bezeichnet.
Die Aufteilung von reellen Waldflächen erfolgt bei der BWI unterschiedlich:
- Bestände werden aufgesplittet nach Standflächen der Bäume des Hauptbestandes oder Plenterwaldes,
- Jungbestockungen nach Deckungsgrad einer Baumart und
- Altbestockungen nach Grundflächenanteilen einer Baumart.
Reeller und ideeller Flächenbezug
Wenn als Zielmerkmal „Wert/ha“ oder „Anteil an der Waldfläche“, also ein Wert je Fläche in einem Auswertungsgebiet (AG) – ein Ratio-Schätzer AG - ermittelt wird, kann die Fläche des zugehörigen Auswertungsgebietes eine reelle oder ideelle Waldfläche sein. Entsprechend haben auch die daraus abgeleiteten Ratio-Schätzer AG entweder einen reellen oder ideellen Flächenbezug. Insbesondere für Derbholz-Auswertungen werden in Deutschland meist „Werte/ha“ mit einem ideellen Flächenbezug (vor allem gleichaltrige Reinbestände) gewünscht.
Ein Vergleich von „Werte/ha“ zwischen Derbholz-Auswertungen mit reellem und ideellem Flächenbezug zeigt: Bei reellem Flächenbezug addieren sich die Einzelergebnisse zum Gesamtergebnis einer Ergebnistabelle, bei ideellem Flächenbezug hingegen sind die Einzelergebnisse wegen der kleineren Bezugsfläche deutlich höher und addieren sich nicht zum Gesamtergebnis. Das Gesamtergebnis ist in diesem Fall ein flächengewogenes Mittel der Einzelergebnisse.
|